Dickdarmmeridian
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Dickdarmmeridian [Shou Yangming Dachangjing / orbis intestini crassi]


Verlauf

Der Dickdarm-Meridian entspringt am radialen Nagelfalzwinkel des Zeigefingers, läuft entlang der radialen Seite des Zeigefingers, zwischen dem 1. und 2. Mittelhandknochen, über das Handgelenk (Di5) und entlang der radialen Seite des Unterarms zum lateralen Ende der Ellbogenfalte (Di11).

Weiter zieht der Dickdarm-Meridian über die radiale Seite des Oberarms und zwischen dem vorderen und mittleren Anteil des Deltamuskels zur Schulter. Von dort zieht er hinter dem Schlüsselbein über die Schulter (Di16), die seitliche Hals- und Nackenregion (zuerst am Hinterrand des M. sternocleidomastoideus, dann zwischen seinen beiden Bäuchen) und eine kleine Vertiefung vor dem Kieferwinkel zur Wange und weiter zum Mundwinkel. Unter der Nase kreuzt der Dickdarm-Meridian im Punkt GV26 den Meridian der Gegenseite und endet neben dem Nasenflügel der anderen Seite im Punkt Di20.

Von Di15 zieht der Dickdarm-Meridian in seinem inneren Verlauf über Dü12 zum 7. Halswirbel (GV14), zu Ma12 und verläuft als innere Passage unter dem Schlüsselbein hindurch zur Lunge und zum Dickdarm und von dort zum unteren He-Punkt des Dickdarm-Meridians am seitlichen Unterschenkel (Ma37).

Indikationen

Viele Wirkungen des Dickdarm-Meridians stehen in direktem Zusammenhang mit seinem Verlauf und mit den Funktionen des Organs Dickdarm:

  • behandelt Erkrankungen im Verlauf des Meridians im Kopfbereich und damit von Gesicht, Wangen, Stirn, Augen, Nase, Lippen, Zahnfleisch und Zähnen;
  • behandelt Erkrankungen der Ohren;
  • vertreibt Wind, Kälte und Hitze aus der oberflächlichen Energieschichte des Körpers (Tai Yang);
  • klärt Hitze aus allen Bereichen, die der Meridian durchläuft, insbesondere im Kopfbereich; und
  • unterstützt die Lunge in ihrer Funktion, die Wasserwege zu regulieren.
Häufigste Indikationen des Dickdarm-Meridians sind Atemwegs- und Hauterkrankungen und die Vertreibung pathogener Einflüsse aus der oberflächlichen Energieschichte des Körpers (Tai Yang). Zudem werden mit dem Dickdarm-Meridian Beschwerden im Verlauf des Meridians und insbesondere im Gesichtsbereich behandelt.


Psychologische Indikationen nach Masunaga


Die psychologischen Indikationen des Dickdarm-Meridians leiten sich nach Masunaga von den Funktionen des Dickdarms ab, die Lunge zu unterstützen, Blockaden des Qi zu beheben sowie nach innen und außen auszuscheiden.

Symptome des Kyo-Zustandes sind eine mangelnde Entschlusskraft, die Tendenz zur Enttäuschung, eine große Abhängigkeit und ein Mangel an positivem Denken.

Symptome des Jitsu-Zustandes sind ständige Unzufriedenheit und keine Freunde, mit denen man alles bereden kann.

Spezielle Punkte für den Dickdarm und den Dickdarm-Meridian

Zustimmungspunkt (Shu)Bl25
Alarmpunkt (Mu)Ma25
Quellpunkt (Yuan)Di4
Durchgangspunkt (Luo)Di6
Akutpunkt (Xi)Di7
TonisierungspunktDi11
SedierungspunktDi2

Antike Punkte

Jing 1 (Jing/Brunnenpunkt)Di1
Jing 2 (Rong/Laufpunkt)Di2
Jing 3 (Shu/Gleitpunkt)Di3
Jing 4 (Jing/Fließpunkt)Di5
Jing 5 (He/Eintrittspunkt)Di11

HolzpunktDi3
FeuerpunktDi5
ErdepunktDi11
MetallpunktDi1
WasserpunktDi2

Unterer He-PunktMa37

Erfahrungsstellen

Di2für die Zähne
Di4 für Kopf, Gesicht und Nase und die Sinnesorgane sowie für Heiserkeit, Kopfschmerzen, Kiefersperre, verstopfte Nase und Fieber
Di11 für die Schulter und für Hautjuckreiz
Di20 für die Nase und für verstopfte Nase
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